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zitiert :: andere lernkultur

aus der printausgabe von “der standard” am donnerstag, den 9. dezember 2010 im sogenannten “einserkastl”:

Vor wenigen Tagen ein Artikel in der New York Times: Amerikanische Schulexperten sind verblüfft bis geschockt über das sensationell gute Abschneiden von Schülern in Schanghai beim Pisa-Test. Der Punktedurchschnitt bei Pisa ist etwa 500, die chinesischen 15-Jährigen erreichten beim Lesen 556 (zweiter Platz: Korea, 539). Die USA: 500 (Österreich 470, Letzter in der EU). In Naturwissenschaft erreichte Schanghai 575 (zweiter Platz Finnland mit 554), die USA 502 (Österreich 494).

Der Schock in den USA entsteht auch aus der Weltmacht-Rivalität mit dem aufstrebenden China. (NYT-Kolumnist Friedman lässt in einem erfundenen Wikileaks-Botschaftsbericht einen Chinesen sagen: “Der schnellste Zug zwischen New York und Washington braucht drei Stunden. Zwischen Peking und Tientsin, selbe Entfernung, brauchen wir 90 Minuten.”) Aber die Analyse sollte dieselbe sein wie bei uns: Die Chinesen (die Koreaner, die Inder, die Vietnamesen …) haben eine völlig andere Lernkultur – offiziell und privat: Staat und Eltern spornen die Schüler an, setzen sie sicher auch unter Druck, investieren aber auch massiv in Bildung. In den USA (und bei uns) sind vielfach Leistung, Anstrengung, Weiterkommen, Aufstieg suspekt.

Die konfuzianischen Werte in Asien – Gehorsam, Einordnung, Selbstausbeutung – sind nichts, was für uns generell erstrebenswert wäre. Aber wenn wir beim Lernen nicht ehrgeiziger werden, ist es aus mit unserem Wohlstand. (rau/DER STANDARD)

(http://derstandard.at/1291454662310/Einserkastl-RAU-Andere-Lernkultur)

und es geht weiter …

… zumindest hat sich da was beim alter getan. und wie jedesmal um diese zeit, gibt es ein neues dictum, welches ich gefunden und aufgehoben …

Ich will

Ich will ganz leise werden,
da ich ahne,
dass nicht das Laute weiterführt.

Es sind die Taten,
die sich im Ganzen zeigen.
Die Stärke,
die in uns liegt.
Der Weg, der uns führt.

Ich will ganz leise werden,
weil darin die Zufriedenheit ruhen kann
und der Frieden sich findet.

Denn wie soll ich sonst hören
und sehen, fühlen,
die Umgebung wahrnehmen
und in sie eintauchen?

Ich will ganz leise werden,
um endlich zu sein,
so, wie ich bin.

drückt mir die daumen für heute 😉

wien ist soft

hallo leute!

ist doch interessant, dass wien – auch wenn es aus einem gebirge (rax) sein wasser her hat – eines der softesten wasser überhaupt seinen bürgern bietet. wie komme ich jetzt darauf? naja, umgezogen und nachgeschaut, da es ja einige geräte gibt, die wissen wollen, mit was sie denn betrieben werden. auf wien.gv.at sieht man dann eine wunderschöne tabelle.

aber kopfschütteln bereit mir dabei nur die abweichenden angaben … deutsche, französische, englische und amerikanische härte … wem war da schon wieder fad???

‘wer routet so spät durch nacht und wind…’ frei nach j.w. von goethe: der erlkoenig

Wer routet so spät durch Nacht und Wind?
Es ist der Router, er routet geschwind!

Bald routet er hier, bald routet er dort
Jedoch die Pakete, sie kommen nicht fort.

Sie sammeln und drängeln sich, warten recht lange
in einer zu niedrig priorisierten Schlange.

Die Schlangen sind voll, der Router im Stress,
da meldet sich vorlaut der Routingprozess

und ruft ‘All Ihr Päckchen, Ihr sorgt Euch zu viel,
nicht der IP-Host, nein, der Weg ist das Ziel!’

Es komme gar bald einem jeden zu Gute
eine sorgsam geplante und loopfreie Route.

Des Netzes verschlungene Topologie
entwirr’ ich mit Dijkstras Zeremonie.

Der Lohn, eine herrliche Routingtabelle,
dort steh’n sogar Routen zu Himmel und Hölle.

Vergiftet der Rückweg, das Blickfeld gespalten,
mit RIP wird die Welt nur zum Narren gehalten.

Doch OSPF durchsucht schnell und bequem
Mein ganz und gar autonomes System.

Für kunstvolle Routen, das vergesst bitte nie,
benötigt man Kenntnis der Topologie.

Zu überraschungs- und Managementzwecken
durchsuch’ ich mit RMON die hintersten Ecken.

Kein Winkel des Netzes bleibt vor mir verborgen,
mit SNMP kann ich alles besorgen.

Wohlan nun, Ihr Päckchen, die Reise beginnt,
Mit jeder Station Eure Lebenszeit rinnt.

Doch halt, Ihr Päckchen, bevor ichs vergesse:
Besorgt euch mit NAT eine neue Adresse!’

‘Mein Router, mein Router, was wird mir so bang!
Der Weg durch das WAN ist gefährlich und lang.’

‘Mein Päckchen, mein Päckchen, so fürchte Dich nicht,
denn über Dich wacht eine Sicherungsschicht.’

‘Mein Router, mein Router, was wird mir so flau!
Dort draussen am LAN-Port, da wartet die MAU!’

‘Mein Päckchen, mein Päckchen Dir droht nicht der Tod,
denn über Dich wacht ja der Manchester-Code.

Doch halte dich fern von der flammenden Mauer.
Die sorgt selbst bei mir noch für ängstliche Schauer.’

‘Mein Router, mein Router, wie glänzt dort voll Tücke
der schmale und schlüpfrige Weg auf der Brücke.’

‘Oh weh! Das Netz ist mit Broadcasts geflutet.
Ach hätt’ ich doch niemals zur Brücke geroutet!

Mein Päckchen, den Kopf hoch, Du musst nicht verzagen,
an Dich wird sich niemals ein Bitfehler wagen.’

Schnell wie der Wind geht die Reise nun weiter
durch helle und funkelnde Lichtwellenleiter.

‘Mein Päckchen, mein Päckchen, willst Du mit mir gehen?
Die Wunder des Frame-Relay-Netzes ansehen?’

Mein Router, mein Router, ja hörst Du denn nicht,
was die WAN-Wolke lockend mir leise verspricht?’

‘Glaub mir, mein Päckchen, im LAN, da entgeht
Dir sowieso Lebens- und Dienstqualität.

Reise nur weiter ganz ruhig und sacht
Quer durchs ATM-Netz mit FRF.8 .’

‘Mein Router, mein Router, man hat mich verführt,
zerlegt, verschaltet und rekombiniert!’

‘Mein Päckchen, das macht nichts, nun sparen wir viel,
ein VPN-Tunnel, der bringt Dich ans Ziel.

DiffSERV und TOS-Feld, merk’ Dir die Worte,
die öffnen zu jedem Router die Pforte.’

Finster der Tunnel, die Bandbreite knapp,
wie schön war die Backplane im eigenen Hub.

Am Ende des Tunnels: Das Päckchen ist weg,
vernichtet vom Cyclic Redundancy Check.

einstellung zum krieg usw.

albert einstein hat folgendes von sich gegeben:

“Wenn einer mit Vergnügen zu einer Musik in Reih und Glied marschieren kann, dann verachte ich ihn schon; er hat sein großes Gehirn nur aus Irrtum bekommen, da für ihn das Rückenmark schon völlig genügen würde. Diesen Schandfleck der Zivilisation sollte man so schnell wie möglich zum Verschwinden bringen, Heldentum auf Kommando, sinnlose Gewalt und die leidige Vaterländerei, wie glühend hasse ich sie, wie gemein und verächtlich erscheint mir der Krieg; ich möchte mich lieber in Stücke schlagen lassen, als mich an einem so elenden Tun beteiligen! Töten im Krieg ist nach meiner Auffassung um nichts besser, als gewöhnlicher Mord.”

einstein hat es nicht besser treffen können mit dieser aussage, nur leider teilen heutzutage sehr wenige diese meinung. ich habe diese kurze aber treffende aussage vor ein paar monaten im gasthaus einstein an der wand hängen gesehen und auch mit meiner freundin darüber diskutiert. ich finde, dass sich menschen sehr wenig gedanken über die ursachen von vergangenen greueltaten machen – die basis für solche dinge sind mehr denn je in den herzen von so vielen mitmenschen zu finden: unverständnis, egoismus, nationalistische einstellung … aber die welt wird leider nicht besser. es sollte sich wirklich jeder gedanken machen, wie er denn zu seinem nächsten steht – und die definition des nächsten sei durch das gleichnis vom samariter nicht besser zu beschreiben.

ein paar gedanken für das neue jahr … bevor wir wieder alles hinter uns lassen …

die leiden des jungen m

auch wenn ich nicht ein bahnwärter bin, kann ich auch einiges an leiden vorweisen 🙂 ahh, selbstbeweihreucherung … nein, lassen wir das einfach im raum stehen

da das ganze ein dictum werden soll, bitteschön … ich hab da einmal in einer arztpraxis folgendes unter einem bild stehen sehen:

add life to your years, not just years to your life

so long, and thanks for all the fish

reisen

hallo leute!

ich weiss, heute hats mich irgendwie mit den sprüchen. aber da ich mir grad den neuen kalender in mein externes hirnkastl (filofax) eingehängt und dabei altes zeug entfernt habe, bin ich über diesen spruch gestolpert – aufgeschrieben auf meiner reise durch die niederlande:

al reizend ervaart men het leven vreemder: overal anders en overal eender (jan van steeuwen)

die übersetzung bleibt euch überlassen – ist aber wirklich nicht schwierig!

lg, euer mike